über die laui-stafette

Die Entstehung der Laui-Stafette
Im Jahre 1950 wurde der Skiclub Reichenburg gegründet. In den Köpfen der sportlichen Männer und Frauen, geisterte schon seit langem der Gedanke eine polysportive Stafette selber durchzuführen. Inspiriert wurden sie durch die Teilnahme an den verschiedenen Militär-Patrouillien-Läufen und durch die seit 1943 durchgeführte Tell-Stafette in Bürglen.

Im Jahre 1952 wurde der Traum verwirklicht. Die Männer um den ersten OK-Präsident Fritz Weber veranstalteten die erste Laui-Stafette. Sieger der ersten Austragung war, wie könnte es anders sein, der Skiclub Reichenburg. Seit 2001 wird zusätzlich die Fun-Stafette mit den 3 Disziplinen Lauf, Inline und Bike als Plausch- und als Jugend-Stafette durchgeführt.

Woher kommt der Namen der Laui-Stafette
Die Laui (1492 m) ist der höchste Punkt der Laui-Stafette und gibt ihr zugleich auch den Namen. In das Logo ist der Laui-Tüfel integriet. Das hat seinen Ursprung in der Sage des Tüfelsstei. Der Tüfel soll mit seinem Tanz und Geschrei auf dem Tüfelsstei die Älpler so erschreckt haben, dass sie in einer Rekordzeit im Dorf Reichenburg angekommen seien. Dieser Streckenteil ist heute noch einer der Höhenpunkte der Stafette und die Talläufer setzen alles daran so schnell wie möglich von der Alp ins Dorf zu kommen.

In der Anfangsphase wurde der Anlass „komb. Laui-Stafette“ genannt. Mit dem kombiniert wies man auf den polysportiven Charakter, also die verschiedenen Sportarten, hin.

Ebenfalls war in der Anfangsphase der Gedanke da, die Laui-Stafette als „Ostschweizerische“ zu bezeichnen. In den späteren Jahren kamen die Bezeichnungen international dazu, weil wir doch immer wieder einige Mannschaften aus Deutschland bei uns am Start hatten.


Der Austragungsrhythmus
In den Jahren 1952 bis 1959 wurde die Stafette alle Jahre durchgeführt. Anschliessend wechselte man zum 2-Jahres-Rhythmus. Dieser wurde mit einer Ausnahme bis heute so beibehalten. Seit dem Jahr 1989 messen sich auch Damenmannschaften auf den sehr anspruchsvollen Strecken.

Die sportlichen Disziplinen der Laui-Stafette
Die Grundidee der Gründer der Laui-Stafette war, nicht nur eine Rad- und Läuferstafette durchzuführen, sondern soviele Sportarten wie möglich zu integrieren. So kämpfen LäuferInnen, RadfahrerInnen, SkilangläuferInnen und SkifahrerInnen um Rang und Ehre an unserem wunderschönen Sportanlass. Diese Grundidee ist und war eine der Besonderheiten der Laui-Stafette. Ein ähnliches sportliches Umfeld kann heute nur noch die Tell-Stafette den TeilnehmerInnen anbieten.

Die Streckenführung seit 1952
Traditionell wurde mit einem Flachlauf rund um das Dorf gestartet, der bis heute geblieben ist. Eine grosse Entwicklung hat sicher die Radfahrerstrecke durchgemacht. So führte diese Strecke mit Rennvelos in den Anfangszeiten nach Benken – Holeneich – Gutenbrunnen – Reichenburg, oder Reichenburg – Gutenbrunnen – Tuggen – Wangen – Siebnen – Schübelbach - Reichenburg. In den späteren Jahren nach dem Bau der Autobahn, führte sie von Reichenburg nach Schübelbach, dann Richtung Tuggen und auf der Nebenstrasse A3 wieder in die Benknerstrasse, und via Allmeindli wieder in den Dorfkern von Reichenburg zurück. In einigen Austragungen wurde der Radfahrer noch bis in die Wyssweid (bei Hutters) geführt, wo an den Bergläufer übergeben wurde. Im Jahre 1997 wurde die Radfahrerstrecke durch eine anspruchsvolle Biker-Strecke im Dorf Reichenburg umgewandelt.


Der Berglauf ist bis auf diese kleinen Ausnahmen bis heute traditionell geblieben. Auch geblieben ist, dass der Berglauf eine der entscheidensten Strecke im Hinblick auf den Sieg war und ist. Wer diese Strecke kennt, weiss was von den SportlerInnen auf diesem Teilstück abgefordert wird.

Auch der Skilanglauf ist in seiner traditionellen Art erhalten geblieben. Je nach Schneelage wurde die Strecke durch das Nöchnerwäldli oder die Lachner-Rus geführt. Auch geblieben sind die ruppigen Steigungen. Aus diesem Grunde wird die Langlaufstrecke bis zum heutigen Tage immer als Strecke im klassischen Stil ausgeschrieben und präpariert. Die Langlaufstrecke ist und war ebenfalls eine der rennentscheidenden Streckenabschnitte.

Die Abfahrt von der Laui-Höhe war und ist ebenfalls eines der grossen Erlebnisse an der Laui-Stafette. Eines Teils wegen der grossartigen Ambiance auf dem höchsten Punkt der Stafette, der Laui, andern Teils wegen der anspruchsvollen Streckenführung als Riesenslalom bis in die Bigligen und dann als Abfahrt nach Möglichkeit bis zum Skihaus. Je nach Schneelage fand die Uebergabe beim Mittelhag, beim Skihaus und einmal sogar in der Niederschwändi statt.

Die Tallauf führte in der Falllinie vom Stofel ins Sandloch und von dort in die Obertafleten. Im Jahre 1983 wurde diese Strecke aus Sicherheitsgründen abgeändert. So führte sie neu vom Sandloch der Waldstrasse entlang bis fast in die Choliweid, und dann noch einmal spetakulär in einer Fallinie über den Reichenburger „Hundschopf“ in die von sehr vielen Zuschauern gesäumte Natursportarena Blattli.

Der Schlusslauf führte früher über die Obertafleten zurück ins Dorf. An einigen Austragungen liess man den Schlussläufer nochmals die Strecke rund um das Dorf Reichenburg bewältigen und dann ins Ziel einlaufen. In den letzten Jahren ging es auf Wunsch der SportlerInnen direkt ins Ziel.

Abschliessend dürfen wir mit grossem Stolz sagen, dass die Streckenführung unserer Laui-Stafette mit seinem Rundkurs um Reichenburg ohne Streckenüberschneidungen die Möglichkeit für idealen Stafettensport bietet. Wir haben eine Naturarena zur Verfügung, die unsere Stafette zu einer der schönsten in der Schweiz macht.

Die Entwicklung des Start- und Zielgeländes
Bis zum Jahre 1971 war die Hauptstrasse von Reichenburg das Start- und Zielgelände. Das Zentrum war bei meinem Elternhaus, beim Möbelhaus Spörri. Die ganze Infrastruktur wurde hier aufgebaut. Auf dem Flachdach der Werkstatt war die Funkantenne für die Übermittlungssektion Glarus, in der Werkstatt war die Rennleitung, das Rechnungsbüro und die Sanität. Im Schaufenster waren die Haupt-Tombola-Preise ausgestellt und in der hinteren Werkstatt die restlichen Tombola-Preise. In der vorderen Werkstatt war das Rechnungsbüro, wo die Ranglisten gedruckt wurden.

Nach der Fertigstellung des Mehrzweckgebäudes wurde das Start- und Zielgelände auf das Mehrzweckareal verlegt, wo uns eine hervorragende Infrastruktur zur Verfügung stand und noch heute steht. Anlässlich der letzten Austragungen wurde die Übergaben noch konzentrierter im Mehrzweckraum durchgeführt. Dem Zuschauer werden neben dem Start und dem Zieleinlauf etliche Rundendurchläufe, die Übergaben vom Flachläufer zum Biker und vom Biker zum Bergläufer auf engem Raum geboten, sodass diese den Stafettensport hautnah miterleben können.